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Arnold Boxing Night und WBF-Titelkampf

Arnold Boxing Night und WBF-Titelkampf

Arnold Boxing Night vom 25.03.2023 im Grand Casino Basel

25.03.2023 Arnold Boxing Night

Die Fans der Arnold Boxing Night im Metro Club im Grand Casino Basel feierten ihren Helden Arnold «The Cobra» Gjergjaj, der den Koloss Dominic Vial souverän in der zweiten Runde durch TKO bezwang. Der Boxer aus Pratteln zeigte sich in perfekter Form und demonstrierte Geschwindigkeit und präzise Schläge. Der Deutsche Boxer war bemüht, wurde jedoch deklassiert. Gestern Abend wurde klar, dass das letzte Kapitel der sportlichen Karriere von Arnold noch nicht geschrieben ist. 

Die Arnold Boxing Night, welche von Marc Hänggi durchgeführt wurde – das Matchmaking der Amateure besorgte Beat Ruckli -, war ein voller Erfolg. 800 Zuschauende füllten den Metro Club und fieberten mit den Kämpferinnen und Kämpfern mit.

Mittelgewicht Bakar Gelenidze Georgien vs. Jérôme Haller Schweizer

Der jüngste Profiboxer der Schweiz startete fulminant und versuchte den Kampf vorzeitig zu beenden. Der Georgier war mit einem Palmares von 23 Kämpfen und 6 Siegen in die Schweiz gereist und als klassischer Aufbaugegner gebucht worden. Jedoch wurde ihm und auch dem Publikum schnell klar, dass Jérôme Haller durch die offensive Ausrichtung zu wenig auf die Deckung achtete. Immer wieder traf der Georgier mit dem rechten Haken über die Führhand des Schweizer.

Ab der zweiten Runde baute der Georgier konsequent Druck auf. Der Schweizer bäumte sich mit explosiven Kombinationen dagegen auf, doch der Georgier hatte seinen Gegner gelesen und setzte nun harte Treffer. Daher beendete der Ringrichter Jörg Mangott den Kampf richtigerweise in der zweiten Runde. Zum Sieger durch TKO wurde der Georgier Bakar Gelenidze ausgerufen.

Supermittelgewicht Valeri Gojiashvili Georgien vs. Behar Sadiku

In der ersten Runde studierte Behar Sadiku seinen Gegner und schlug kontrollierte, einzelne Hände. Der Georgier boxte mit, zeigte jedoch keine zwingenden Aktionen. In der zweiten Runde erhöhte der Lokalmatador den Druck und es wurde klar, dass der Georgier mit der Schlaghärte überfordert war. In der Ringpause zur dritten Runde entschied sich Valeri Gojiashvili, den Kampf aufgrund einer Verletzung aufzugeben. Für die Zuschauer war dies enttäuschend. Gerne hätte man noch ein paar Runden mehr von Behar Sadiku gesehen.

Schwergewicht Dominic Vial Deutschland vs. Arnold Gjergjaj Schweiz

Der Einmarsch von Dominic Vial war beeindruckend. Nicht jeden Tag sieht man einen 135 Kilogramm Mann im Boxring. Doch ab der ersten Minute war klar, dass ihm die Beweglichkeit von Arnold «The Cobra» Gjergjaj zum Verhängnis werden würde. Der Deutsche war bemüht, den Schweizer zum Schlagabtausch zu stellen, doch Arnold diktierte durch seine Beweglichkeit den Kampf.  Dominic Vial musste dem Schweizer permanent hinterherlaufen.

In der ersten Runde studierte Arnold Gjergjaj seinen Gegner. Jedoch konnte er bereits einige schöne Treffer landen. Er liess Dominic Vial auf sich zukommen, setzte seine Treffer und entzog sich dann dem Schlagabtausch.

Dieses Muster setzte sich in der zweiten Runde fort. Nur vereinzelt gelangt es Dominic Vial, seinen Schweizer Kontrahenten zu stellen und einzelne leichte Schläge zu landen.

Es kam, wie es kommen musste: In der zweiten Runde stürmte der Deutsche auf Arnold Gjergjaj zu, der einen gut platzierten Schwinger der Schlaghand ins Ziel brachte. Der Deutsche fiel und erhob sich wieder. Jedoch war er orientierungslos und signalisierte nicht , dass er den Kampf fortführen möchte. Ringrichterin Diana Drews Milani brach den Kampf daher richtigerweise ab. Dies führte zu lautstarken Beschwerden aus der Deutschen Ecke.

Der Freude in Schweizer Ecke tat dies aber keinen Abbruch. Arnold Gjergjaj durfte sich von Supervisor Markus Schefer den WBF Intercontinental Gürtel umhängen lassen.

Der beste Amateurkampf des Abends wurde zwischen Nemanja Cekic (Crossboxing) und Thomas Friedli (Box Gym BTO) ausgetragen. Zudem siegten Tanja Schlienger (BC Sissach), Mohammadi Djafar (Boxing Factory), Cédric Rentschler (Boxing for Perspective), Marcus Western (Vernier Boxing Academy), Joshua Franck (Vernier Boxing Academy), Naseeb Khpalwak (BC Schaffhausen) und Fabian Wittwer (Box Gym BTO).